Mitte
des letzten Jahrhunderts hielt in Uznach vor allem die Kath.
Jungmannschaft den Brauch des Klausens aufrecht. Die
Schmutzlis und Klausner setzen sich aus aktiven und ehemaligen
Jungwachtführern zusammen. Der Hl. St. Niklaus trat als
Bischof auf, während die beiden Schmutzlis in dunklen,
schwarzen Kutten Eindruck hinterliessen. Katholische Familien,
die einen Besuch des St. Niklaus wünschten, meldeten dies dem
Kaplan der kath. Kirche. Die Besuche wurden vor und nach dem
6. Dezember gebietsabhängig abgehalten. Die Eltern übergaben
den Sündenzettel zusammen mit dem Klaussäckli kurz vor Eintritt in die
Stube dem St. Niklaus. Allzu unartige Kinder
wurden eher streng getadelt. Nebst der kath. Jungmannschaft
besuchte auch die Donnerstags-Gesellschaft (heutiger
Verkehrsverein) als Klaus mit brauner Kutte reformierte oder
freisinnige Familien. Die Aufteilung entsprach den damals gültigen
kirchlichen und politischen Regeln. Eingehend
mit den gesellschaftlichen Veränderungen, unterlag auch das
Klausen in den letzten Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts
vielen Änderungen.